Die Holzhausenschule liegt im Stadtteil Frankfurt-Westend und ist eine Grundschule mit Eingangsstufe und pädagogischer Mittagsbetreuung mit etwa 490 Schülern und Schülerinnen.
Die seit Oktober des Jahres 2010 unter Denkmalschutz stehende Schule verzeichnet aufgrund steigender Geburtenzahlen in Frankfurt einen stetigen Zuwachs der Schülerzahlen und soll daher von einer 4-zügigen zu einer 6-zügigen Grundschule ausgebaut werden. Zudem besteht Bedarf an einer Zweifeld-Sporthalle.
Weiterhin ist eine umfassende Sanierung der Bestandsgebäude unter Beachtung des Denkmalschutzes in naher Zukunft notwendig.
Das Gesamtraumprogramm der Holzhausenschule umfasst ca. 5.700 m² NF bei einer Bausumme von etwa 16,2 Mio. € netto.
Gegenstand des Wettbewerbs ist die Bauwerksplanung für die Erweiterung und Sanierung der Holzhausenschule in Frankfurt am Main.
Die Herausforderung der Aufgabe lag vor allem darin, ein großes Bauvolumen auf einem Grundstück geringer Größe funktional sinnvoll unterzubringen und dabei gleichzeitig die unter Denkmalschutz stehenden Bestandsgebäude verträglich und sensibel zu integrieren. Die zum Teil gegensätzlichen Belange der Funktionalität und Eignung des Gebäudes für den Schulbetrieb sowie des Denkmalschutzes waren dabei gemäß der vorgegebenen Aufgabestellung unter Berücksichtigung der dargestellten Rahmenbedingungen abzuwägen. Weiterhin musste die Planung verträglich in ein Umfeld mit überwiegender Wohnbebauung eingefügt werden.
Verfahren
Nach der EU-weiten Bekanntmachung haben sich 220 Büros bzw. Arbeitsgemeinschaften für die Teilnahme am Wettbewerb beworben.
Die erste Phase diente der Erarbeitung von grundsätzlichen Lösungsansätzen in Form von Darstellungen zu Baumassen (Lage und Dimension der Baukörper) sowie der Nutzungsverteilung.
Die zweite Phase umfasste die Durcharbeitung und Weiterentwicklung des Entwurfs aus Phase I.
Nach der Preisrichtervorbesprechung am 22.08.2011 konnte die Auslobung vom 30.08.2011 bis zum 24.10.2011 über die Verfahrensplattform auf der Homepage von Stadtbauplan heruntergeladen werden.
Nach der Abgabe der Beiträge am 25.10.2011 folgte die 1. Preisgerichtssitzung am 29.11.2011, in der 17 Arbeiten für die nächste Phase ausgewählt wurden. Die Teilnehmer der Phase II konnten dann innerhalb von etwa zehn Wochen Ihre Konzepte weiterentwickeln. Am 12.01.2012 fand ein Kolloquium statt indem die Teilnehmer die Möglichkeit hatten Rückfragen zu stellen.
In der 2. Preisgerichtssitzung am 22.03.2012 wurde unter dem Vorsitz von Frau Prof. Anett-Maud Joppien einstimmig ein 1. Preis gekürt.
Im Anschluss an den Wettbewerb wird mit den vier Preisträgern ein Verhandlungsverfahren durchgeführt, indem der Auslober über die Vergabe der weiteren Planungsleistungen entscheidet.
Ergebnis
1. Preis
Mvmarchitekt + starkearchitektur, Köln
2. Preis
Esarch_edin saronjic architektur, Frankfurt am Main
je ein 4.Preis
STOY – Architekten, Neumünster
Auernhammer Wohlrab Architektur, München
Je eine Anerkennung
CHAM Architekten, Berlin
METARAUM – Heinisch.Lembach.Huber Architekten BDA, Stuttgart